Die 30er Jahre

Schon ab dem Jahr 1928 zeichnet sich die Modelinie ab, die sich in den 30er Jahren durchsetzt. Die Damenmode wird wieder figurbetonter und damit femininer.

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Die weiblichen Formen werden wiederentdeckt und wadenlange Kleider, die meist einen glockig weiten Saum besitzen, nun an der Hüfte eng geschnitten. Besonders das Prinzesskleid ist beliebt. Die Eleganz steht im Mittelpunkt der Mode der 30er. Neu ist die Schrägverarbeitung von Stoffen, wodurch die Figur optisch gestreckt wird. Außer bei Sommerkleidern wird relativ wenig Ausschnitt gezeigt und Ärmel sind meist eng anliegend geschnitten. In der Mitte der 30er Jahre wird der Oberkörper stärker mit Hilfe von Rüschen, Falten und Puffärmeln betont, wodurch sich die Silhouette verändert. Besonders modern ist die asymmetrische Drapierung von Oberteilen. Diese Modelinie erreicht gegen Ende der 30er extremere Ausmaße, wobei durch sehr starke Betonung der Schultern ein schon grotesker Eindruck erweckt wird.Die Herrenmode verändert sich relativ wenig in den 30er Jahren. Sportliche Kleidung wird nun bevorzugt, wobei weniger Wert auf Eleganz gelegt wird. Statt Hosenträgern werden nun Sportgürtel getragen und die Weste wird immer seltener. Der Sakkoanzug ist die bevorzugte Standartkleidung. Die Jacke wird dabei schmal und die Hose gerade und weit geschnitten. Die Mode der 30er Jahre ist auch von den politischen Umbrüchen in Deutschland nicht unbeeinflusst geblieben.

Durch die Nationalsozialisten wird besonders die alpenländische Trachtenmode gefördert, die sich zum Trend entwickelt, wie um Beispiel das Dirndl.