Die 50er Jahre

Die Mode der 50er hatte viele Gegensätze. Man wollte die harten Jahre des Krieges vergessen und gerade die Frauen wollten wieder mehr Weiblichkeit zeigen. Man trug breite Röcke, sogenannte Petticoats, und auch ganz enge Bleistiftröcke. Die Mode der Frau war die einer Grand Dame.

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Hosen trugen Frauen fast gar nicht mehr, und wenn, dann nur in ihrer Freizeit. Man orientierte sich an amerikanischen Schauspielerinnen, wie Marilyn Monroe oder Brigitte Bardot. Christian Dior, der Pariser Modeschöpfer, entwarf den sogenannte New Look. Die Frauen kleideten sich nun mit wadenlangen Röcken und eng anliegenden Blusen. Man betonte seine Hüften und seinen Busen besonders. Das Tragen von Miedern wurde wieder eingeführt, denn nicht jede Frau verfügte von Natur aus über eine Wespentaille. Hüte gehörten für Frauen von Stand auch zur neuen Mode. Diese mussten natürlich farblich abgestimmt zur Handtasche und zu den dazugehörigen Pumps passen.

Junge Mädchen trugen am liebsten ganz weite Röcke und Stöckelschuhe mit Pfennigabsätzen. Auch das Tragen von Cocktailkleidern wurde ganz groß Mode. Diese waren meist sehr kurz, aber trotzdem elegant und festlich. Im Alltag trugen Frauen meist Zweiteiler, Bluse und Rock, oder Rock und Twinset. Es war eine sehr elegante Zeit der Mode. Auch neue Materialien eroberten den Markt. So kam die Kunstseide auf. Sie war preiswert, leicht zu trocknen und meist knitterfrei. Dadurch, dass sie maschinell hergestellt wurde, waren Kleidungsstücke aus Kunstseide bunt, und hatten viel Glanz und Glamour.

Bei der Herrenmode gab es auch Neuerungen. Man trug jetzt Nylon- oder Perlonhemden, in denen man nicht mehr so leicht schwitzte. Männer der Oberschicht trugen bei der Mode in den 50iger Jahren immer Hüte, egal ob zum Anzug oder zum Mantel.  Die jungen Männer hatten Vorbilder aus Amerika, wie James Dean und Elvis Presley. Sie trugen nun Blue Jeans und Lederjacken. Man sieht, diese 50er Jahre sind durch extreme Gegensätze geprägt. Einerseits elegant, andererseits lässig und cool.